Zur CryotherapieMit Hilfe der Cryotherapie, die von Dr. Madi (Frankreich) seit 30 Jahren mit großem Erfolg angewendet wurde, läßt sich schon mit ein bis zwei schmerzfreien Behandlungen eine Entfernung der Plaque oberhalb und unterhalb des Zahnfleisches auch ohne Lokalanästhesie durchführen, da das Gewebe deutlich weniger akute Entzündungen aufweist.
Nach der gründlichen Reinigung der Zähne und Zahnfleischtaschen, dies bleibt immer die grundlegende Therapie, wird das Zahnfleisch in Zyklen von jeweils zwei Kälteapplikationen innerhalb von 14 Tagen behandelt. Nach zwei Monaten erfolgt ein weiterer Zyklus und bei zufriedenstellenden Ergebnissen wird der Zyklus nach weiteren vier Monaten wiederholt. Wenn sich keine weitere Verschlimmerung der Parodontitis manifestiert, wird danach alle sechs Monate ein Zyklus zu den regelmäßigen Zahnreinigungen durchgeführt.
Gesundes Gewebe wie Zahnfleisch, Zahnnerven und Wurzeln können durch die Cryotherapie keinen Schaden nehmen. Die Applikation von Kälte ist für gesundes Gewebe zu kurz, jedoch für entzündetes Gewebe oder Bakterien ist der Temperatursprung ausreichend, um eine therapeutische Wirkung zu erzielen.
Die Therapie ist absolut minimal invasiv und kann daher bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Beschwerden, Diabetes, Allergien, Erkrankungen des Immunsystems, und vor allem während der Schwangerschaft, usw., problemlos durchgeführt werden.
Die einzige Nebenwirkung der Therapie ist eine eventuell leichte Sensibilität des Zahnfleisches an den Applikationspunkten für maximal einige Tage. Danach stellt sich bei adäquater Mundhygiene ein neu organsiertes, nicht geschwollenes gesundes Zahnfleisch ein.
Der Effekt ist dadurch erklärbar, daß durch die therapeutische Kältebehandlung die oberste Schicht des Zahnfleisches zerstört wird und sich anschließend eine neue Schicht bildet, die das Zahnfleisch strafft – ähnlich wie dies auch in ablativen Verfahren der Dermatologie der Fall ist. Zusätzlich findet eine stärkere Durchblutung der behandelten Regionen statt, die ebenfalls zur Verbesserung des Zustandes des Zahnfleisches führt.
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